Spiel 2010 Essen
Wie jedes Jahre fahre ich auch diesmal wieder mehrere Tage nach Essen um mir die Neuheiten näher zu betrachten.
Auch werde ich das eine oder andere Spiel testen und eventuell auch ein paar Spiele kaufen ;-)
Mittlerweile ist es bei der Fülle von Neuheiten nicht ganz einfach geworden den Überblick zu behalten.
Aus diesem Grund versuche ich im Vorfeld der Messe Informationen zu sammeln und die für mich interessanten Spiele auf meine "sehen , spielen, kaufen" Liste zu setzen.
Da zu fast allen Spielen die nötigen Infos auf den unterschiedlichsten Seiten zu finden sind, beschränke ich mich hier auf die Schachtelfotos.
Quellen für weitere Infos sind z: B. : www.cliquenabend.de und natürlich www.boardgamegeek.com
Hier meine Liste mit Stand 20.08.2010. Bis zur Messe wird sie regelmäßig ergänzt.
Positives von Phalanx
In letzter Zeit gab es viele Gerüchte um Phalanx. Hier ein offizielles Verlags-Statement dazu
Wir haben die Zeichen erkannt
... und wollen Phalanx Games Deutschland noch einmal umstrukturieren.
Viele Mails und Telefonate haben uns in den letzten Wochen erreicht. Zahlreiche positive, aber auch negative, Rückmeldungen zu unserer Arbeit. Positiv was unsere Produkte angeht: Die Qualität der Spiele sei großartig und der unternehmerische Mut, einiges aufzulegen, wovor andere sich scheuen, sei bewundernswert.
Negatives Feedback entfiel auf unsere schlechte Erreichbarkeit, eine mangelhafte Termineinhaltung und unbefriedigenden Kundenservice. Jede Kritik, auch wenn sie noch so hart war, wurde von uns letztendlich konstruktiv in Betracht gezogen und besprochen. In einem Workshop haben wir kürzlich alle Kritikpunkte aufgearbeitet und werden ab jetzt bis September, zum Ende der Sommerpause, unsere geplanten Änderungen in die Tat umsetzen.
DIXIT Spiel des Jahres 2010
Herzlichen Glückwunsch an Asmodee zur Verleihung des Spiel des Jahres Preises an DIXIT.
Wir haben Dixit einem ersten Test unterzogen.
Dixit lag schon seit der Nürnbergmesse ungespielt in meinem Spieleschrank.
Nach einem ersten auswerten der Regel stand ich dem Spiel sehr skepisch gegenüber. Dixit sieht auch eher wie ein Kinderspiel aus. Die niedlichen Häschen als Punktezähler wirkten auf mich wirklich abschreckend. Erst der Spiel des Jahres Preis rief mir Dixit wieder ins Gedächtnis. Ich startete einen Aufruf zum testen von Dixit, die Resonance fiel eher bescheiden aus.
Nicht nur ich hatte mit Vorurteilen zu kämpfen auch die Herren der Schöpfung in unserem Spielekreis brachen nicht in Jubelrufe aus als Dixit auf den Tisch kam.
Also blieb als Testrunde Gabi, Uli(rike), Lilli und meine Wenigkeit.
Die Regel ist schnell verinnerlicht und somit konnten die ersten 6 Karten zügig verteilt werden und das Spiel mit der ersten Umschreibung beginnen.
Lilli umschrieb Ihre Karte mit "War schon mal". Wir versuchten jeweils eine mehr oder weniger dazu passende Karte aus unseren auszuwählen und abzulegen.
Diese Karten wurden gemischt und offen ausgelegt. Ziel ist es nun die vom Startspieler gelegte Karte zu erkennen.
Leicht überrascht stellte ich fest, daß mich schon diese erste Auslage der sehr schön illustrierten Karten gedanklich beschäftigte. Welche Karte passt zur Beschreibung? Was könnte sich Lilli gedacht haben?
Welches Tipp-Kärtchen wähle ich und lege es verdeckt ab. Bei der Auflösung kam dann der nächste AHA- Effekt dazu. Wie kann man nur so verquert denken? ;-).
Als nächstes war ich an der Reihe und irgendwie nicht nur das sonder auch dem Flair des Spiels plötzlich eher positiv gewogen. Ich überlegte mir eine Umschreibung und eine weitere Spielrunde
nahm ihren Anfang. Wieder forderte die Kombination der Karten Phantasie und Kreativität um daraus die richtige Karte auszuwählen. Nach zwei Runden hatte uns Dixit im Griff. Selbst Planer und Strategen wie ich wurden von diesem kommunikativen und so ganz anderem Spiel in seinen Bann gezogen. Nach ca. 40min stand dann auch Lilli als Gewinner fest. Was aber eher nebensächlich war, da die Gespräche sich mehr mit dem Spiel und dessen Verlauf beschäftigten.
Es wurde sofort nach einer zweiten Runde verlangt. Das kommt bei uns nicht bei jedem Spiel vor. Dixit hat den Titel Spiel des Jahres zu Recht verdient. Alle Skeptiker sollten sich einfach mal auf ein Probespiel einlassen.
Deutsche Brettspielmeisterschaft Erfahrungsbericht von Franz
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Jaipur ein Peep von Gabi
Bei dem schnell erklärten „Jaipur“, einem liebevoll illustrierten Kartenspiel für zwei Personen verwandeln sich die Spieler in zwei orientalische Händler, die ihre 6 verschiedenen Waren (Karten): Leder, Gewürze, Stoffe, Gold, Silber, Diamanten zunächst sammeln, um sie dann auf dem Bazar feilzubieten und dafür Geld (Chips) zu erhalten.
Das Spiel wird in maximal drei Runden gespielt. Wer nach einer Runde das meiste Geld vorweisen kann, bekommt ein sogenanntes „Exzellenzsiegel“. Sieger ist derjenige, der als Erster im Besitz zweier solcher Siegel ist.
Die Waren haben unterschiedliche Wertigkeiten, z.B. bekomme ich für den Verkauf von Silberschmuck mehr als für den Verkauf von Lederwaren. Außerdem bekomme ich mehr Geld für eine Ware, je eher ich sie auf dem Markt verkaufe.
TrixKick Eindrücke von "Nichtfußballern"
Gabi und Manfred haben sich TrixKick näher betrachtet.
Wir haben das Zweierspiel TrixKick von Gilles Mebes (TrixGames) ausprobiert, ein „Brettspiel für Fußballstrategen“, wie es im Untertitel heißt. Es besteht aus einem Faltbrett mit einem aufgedruckten Fußballfeld, das in 4 mal 5 Spielfelder plus 2 Torfelder unterteilt ist. Es gibt ferner wie beim richtigen Fußballfeld Anstoßkreis, Strafraum, Reservebank usw. Der Spielball und die Spieler werden durch kleine Holzsteine dargestellt.
Dungeon Lords
In diesem Spiel geht es, wie in dem Computerspielklassiker "Dungeon Keeper", darum als Herr eines Dungeons sein Höhlensystem auszubauen, mit Fallen und Monstern zu bestücken und gegen einfallende Gruppen von Helden zu verteidigen. Das Spiel erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren, unterteilt in je vier Jahreszeiten, wobei der Angriff der Helden, jeweils am Ende der Herbstphase, den spannenden Abschluss des Jahres darstellt.
Die Fürsten von Florenz am 09.04 in Stolberg
Beim Treff am 09.04 in Stolberg war es endlich soweit, meine allererste Partie von Die Fürsten von Florenz
.
Für meine Mitspieler Gabi, Manfred und Horst war das Spiel nicht ganz unbekannt. Jedenfalls gelang es ihnen mir die Spielregeln recht zügig und vielstimmig zu vermitteln ohne dabei alles vorlesen zu müssen. Wir spielten die neue Version von Pro Ludo mit der Erweiterung Prinzessin und Muse. Die Grafik gefällt mir sehr gut, sie ist aber nicht immer zweckmäßig. So überdecken Ziffern unnötigerweise die Symbole für die benötigten Freiheiten. Das führte prompt dazu, dass ich zu Beginn einmal versehentlich die falsche Freiheit erwarb. Da in unseren Runden aber glücklicherweise nicht verbissen und formal um den Sieg gerungen wird sondern das gemeinsame Spielvergnügen an erster Stelle steht, durfte ich den Zug aufgrund des offensichtlichen Fehlgriffs natürlich rückgängig machen.
Peleponnes
Freitag, 23.04.10
Nachdem Egizia so schnell beendet war, entschlossen wir uns in der gleichen Dreierrunde, Uwe, Wolfram und ich Peleponnes anzugreifen. Uwe hatte das Spiel schon einmal gespielt, also mußte er auch hier den Erklärbären geben. Das Spiel hat keinen gemeinsamen Spielplan, jeder Spieler hat sein Tableau, auf dem die Wertung der Einheiten Holz, Stein, Nahrung, Bevölkerung und Luxusgüter enthalten ist. Es werden mehrere Karten für Seuchen aufgedeckt, wobei sicher ist, dass alle Seuchen während des Spieles auftreten werden.
Egizia
Freitag 23.04.10
Uwe kannte Egizia, also schlossen Wolfram und ich uns dem Vorschlag von Uwe an. Das Spiel war schnell erklärt, auch wenn das Regelwerk wohl einige kleinere Unklarheiten enthalten soll / muss. So flott wie das Spiel erklärt war, so flott war es auch gespielt. Mit drei Spielern war das Spiel in etwas mehr als einer Stunde gespielt. Gewinner war natürlich, Uwe wie immer. Das Spiel geht schnell von der Hand, bietet einige taktische Möglichkeiten, ist schön und stimmungsvoll aufgemacht, alles was das Spielerherz begehrt. Alles ?
Goa am 01.04.2010 in Eschweiler
Beim Eschweiler Treff am Donnerstag den 01.04 waren wir zu acht. Wolfram hatte im Forum Die Fürsten von Florenz und Goa vorgeschlagen. Beiden Spiele waren neu für mich, auch wenn ich Goa vor Jahren einmal kurz auf der Spiel in Essen angetestet und als recht ordentlich in Erinnerung behalten habe. Immer wenn ich von Die Fürsten von Florenz höre oder lese kommt es mir so vor, dass meine Nichtkenntnis des Spiels wohl so eine Art spielerische Bildungslücke ist, die es irgendwann einmal zu schließen gilt. Die Wahl fiel mir also nicht leicht, aber schließlich entschloss ich mich an der Goa Runde teilzunehmen.
Da das Spiel für meine Mitspieler Horst, Manfred und Wolfram ebenfalls neu war, hatten wir also eine klassische Erstpartie mit Regel erarbeiten, Fragen beantworten usw. vor uns. Goa ist ein Aufbau- und Entwicklu
ngsspiel mit einem interessanten Versteigerungsmechanismus und vielen gut abzuwägenden Entscheidungen. Die Zeit verging wie Fluge und alle Mitspieler waren sehr angetan. Ich glaube wir benötigten knapp drei Stunden. In weiteren Partien sollte dies aber wohl deutlich schneller gelingen. Vor der Abrechnung war wohl kaum jemanden von uns wirklich klar, wer denn nun gewonnen haben könnte. Letztendlich trug Wolfram den Sieg davon, alle anderen folgten mit jeweils zwei Punkten Abstand. Ich hatte zwar auf dem Entwicklungstableau knapp die Nase vorn, aber gleichzeitig den Ausbau meiner Kolonien vernachlässigt und landete schließlich nur auf dem vierten und letzten Platz. Ein Grund mehr das Spiel noch einmal auf den Tisch zu bringen.
Das Spielmaterial ist eher zweckdienlich als hübsch. Was fehlt ist meines Erachtens ein Rundenzähler. Auf Board Game Geek findet man aber eine sehr schöne Lösung. Leider ist Goa zur Zeit nicht mehr verfügbar. Laut dem Autor Rüdiger Dorn wird es aber möglicherweise in diesem Jahr überarbeitet und neu aufgelegt. Es sind wohl ein paar Änderungen in der Spielbalance und beim Spielmaterial vorgesehen. Falls das wirklich kommt, werde ich auf jeden Fall mal mehr als einen Blick darauf werfen.
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